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  • AutorenbildVanessa K

Gemeinsam einsam?

Aktualisiert: 28. Mai

Viele Menschen fühlen sich - auch, wenn sie in einer Partnerschaft oder Familie leben - einsam. Im Sinne von nicht gesehen werden. Als aneinander vorbei leben kann man das manchmal auch bezeichnen. Ist eine Trennung dann die Lösung? Oder würde es sich mit anderen Partnern bzw. Menschen früher oder später wiederholen?


Selbstwirksam handeln

Pauschal beantworten lässt sich so eine Frage nicht. Dazu sind die Gegebenheiten doch zu individuell. Fest steht jedoch: Andere Menschen können wir nicht ändern. Das können sie nur selbst tun. Klingt das so, als seien wir ihnen oder der jeweiligen Situation machtlos ausgeliefert? Das ist keinesfalls so! Wir können jederzeit entscheiden, wie wir uns verhalten und wie wir handeln möchten. Und das ist so viel mehr, als wir manchmal annehmen. So können wir etwa unsere Gefühle äußern, die durch das Verhalten unseres Gegenübers bei uns ausgelöst werden. Dabei sollten wir möglichst Ich-Botschaften verwenden, denn wenn wir dem Anderen mit Du-Botschaften die Schuld für unsere Gefühle in die Schuhe schieben, macht er womöglich dicht. Und wer lässt sich schon gerne beschimpfen? Auch unsere Bedürfnisse und Grenzen können wir auf diese Weise äußern und aufzeigen. Bevor wir das nicht getan haben, weiß der andere ja gar nicht, was in uns vorgeht. Er sieht nur das, was wir vor ihm preisgeben.


Gefühle sortieren

Manchmal sind uns unsere Gefühle erstmal selbst nicht klar. Wir haben dann womöglich eine Art Knäuel im Kopf. Dieses gilt es zunächst zu sortieren, um klarer sehen bzw. fühlen zu können. Auch Übungen in Gewahrsein, Achtsamkeit, Meditation sowie Tagebuch schreiben können dich beim Gefühle sortieren unterstützen. Scheue dich nicht, dich hierfür ggf. eine Weile therapeutisch begleiten zu lassen. Ist dein Partner* offen, so ist auch eine Paartherapie eine gute Möglichkeit, um eure Beziehung gemeinsam weiterzuentwickeln. Es gilt: Viele Wege führen nach Rom, daher schaue, was dir am Meisten entspricht.


Verschließt sich dein Partner/ dein Umfeld dauerhaft davor, auf deine geäußerten Bedürfnissen und Grenzen einzugehen, so kannst du zumindest entscheiden, wie du damit umgehen bzw. verfahren möchtest. Und, je nach Situation, dir ein Umfeld aufbauen, in dem du wertschätzend(er) behandelt wirst. Umso besser du dich selbst kennst, desto mehr weißt du auch, was bzw. wer dir gut tut. Und, ein letzter Zusatz: Wenn du dich persönlich weiterentwickelst, so verändern sich häufig auch die Beziehungen zu deinem Umfeld. Manchmal dauert es etwas, es ist aber häufig ein lohnender Weg.


*Aufgrund der besseren Lesbarkeit verwende ich in dem Artikel die männliche Form. Gemeint sind immer gleichermaßen Frauen, Männer und Diverse.

 

 

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