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  • AutorenbildVanessa K

Vom Kopf in den Körper

Aktualisiert: 9. Feb.


Viele Jahre befand sich meine Aufmerksamkeit überwiegend im Kopf und damit im Denkmodus. Zwar machte ich regelmäßig Sport, aber mehr aus dem Grund, um einen Ausgleich zum Sitzen im Büro zu haben - der Rücken litt darunter. Wirklich im Körper angekommen bin ich dadurch jedoch noch nicht.


Nicht falsch verstehen: Bewegung ist super! Und denken ist überaus sinnvoll :). Jedoch geht uns, gerade in der heutigen schnellen Zeit, oft unser Körpergefühl verloren. Auch den Körper und unser Gefühl für ihn brauchen wir jedoch. Ich betrachte es als ein ganzheitliches System. Wie kam ich denn nun aus dem Kopf raus und rein in den Körper? Meine Reise begann quasi auf der anderen Seite, also unten.


Wie fühlen sich deine Füße an?

"Jetzt geht ihr erstmal durch den Raum und nehmt einfach nur eure Füße wahr. Wie fühlen sie sich beim Gehen an?" So formulierte es meine Dozentin während meiner Ausbildung in Gestalttherapie. "Ist ja nicht so schwer", dachte ich. War es auch nicht. Aber: Ich hatte schon nach ein paar Schritten die Erkenntnis, dass ich im Alltag fast nie meine Füße bewusst spürte (außer ich stolperte oder trug unbequeme Schuhe). Zwar tragen sie mich jeden Tag von A nach B, wie sie das machen, war mir bis dato allerdings recht egal. Durch diese einfache Übung kam ich nun vom Kopf rein in eine Körperregion. Und ins Hier und Jetzt. Wie oft machen wir sonst Dinge und nehmen sie gar nicht bewusst wahr? Weil wir z. B. Gedanken nachhängen, die nichts mit dem Moment zu tun haben.


Bewusster Start in den Tag

Seit meiner Ausbildung nehme ich mir nun jeden Morgen direkt nach dem Aufwachen zehn Minuten Zeit, um einmal bewusst mit meiner Aufmerksamkeit von unten über die Zehen bis nach oben zum Scheitel durch meinen Körper zu gehen. Wenn irgendwo etwas z. B. verspannt ist, fühle ich auch nach, welches Gefühl/ Thema vielleicht dahinter stecken könnte. Zu guter Letzt überlege ich mir danach kurz, was ich mir an dem Tag gutes tun kann. Das kann von einem Tee über Tagebuch schreiben alles mögliche sein. Für mich hat es v. a. etwas mit Selbstwertschätzung zu tun.


Diese kleine Routine hat mir mit der Zeit (etwas Übung brauchte es und es klappt auch nicht immer gleich gut) dabei geholfen mehr vom Kopf in den Körper zu kommen und bewusster in den Tag zu starten.


Nutzt du auch solche Rituale und wie helfen sie dir in deinem Alltag?

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